Aufklären

Reizüberflutung

28. Juli 2025

Viele autistische Menschen erleben im Alltag regelmäßig Reizüberflutung.
Das Gehirn filtert dabei nicht automatisch unwichtige Reize heraus, sondern verarbeitet sehr viele Eindrücke gleichzeitig und oft intensiver.
Es kommt also zu einer Überlastung durch zu viele Reize aus der Umgebung.

Diese Reize können visuell (Licht, Bewegung), auditiv (Geräusche, Stimmen), olfaktorisch (Gerüche) oder taktil (Berührungen, Kleidung) sein.

Reizüberflutung kann sich je nach Person unterschiedlich zeigen.

Häufige Anzeichen sind:

Diese Reaktionen sind nicht übertrieben, sondern eine Schutzreaktion des Körpers.

Es wichtig dabei zu wissen, dass Reizüberflutung keine Überempfindlichkeit ist, sondern eine andere Art der Wahrnehmung. Die betroffene Person kann ihre Reaktion in dem Moment nicht steuern.

Was für neurotypische Menschen „normal“ ist, kann für autistische Menschen extrem anstrengend sein.

Wichtig ist, dass in dem Moment kein Gespräch oder Erklären notwendig ist, sondern Ruhe entscheidend ist.

Möglichkeiten zur Vorbeugung von Reizüberflutung:

Vorbeugung durch die betroffene Person selbst:

Vorbeugung durch das Umfeld:

Reizüberflutung ist eine echte Überforderung für das Nervensystem.
Sie lässt sich nicht durch „Zusammenreißen“ regulieren!


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