Podcasts:
Spektrakulaer – Eltern erkunden Autismus (Martinsclub Bremen e.V.)
Der Podcast gibt authentische Einblicke in die Vielfalt von Autismus und lässt Autistinnen und Autisten selbst zu Wort kommen. Auch anerkannte Fachleute teilen ihre Perspektiven. Ergänzt wird das Format durch Sonderfolgen, Reportagen und Berichte.
Beim Zuhören entsteht auf eine sehr besondere und einfühlsame Weise Verbindung. Der Podcast lädt dazu ein, sich in unterschiedliche Lebensrealitäten hineinzuversetzen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, was es bedeuten kann, autistisch zu sein.Ich schätze besonders die Vielfalt der Stimmen und die ruhige, respektvolle und sehr wertschätzende Art der Gespräche, die berühren und neue Perspektiven eröffnen.
Ein Kopf voll Gold (Der Podcast) – Neurodivergente Kinder begleiten
Dieser Podcast gehört für mich zu den wertvollsten Podcasts rund um Neurodivergenz, Familie und das Verständnis für unterschiedliche Wahrnehmungen. Saskia Niechzial schafft es, komplexe Themen verständlich, alltagsnah und mit viel Herz zu vermitteln. Besonders schätze ich ihren wertschätzenden Blick auf Kinder und Familien sowie die vielen Perspektiven, die sie durch ihre Gäste sichtbar macht.
Beim Zuhören habe ich immer wieder das Gefühl, verstanden zu werden. Viele Gedanken, Sorgen und Erfahrungen, die Eltern oft mit sich tragen, bekommen hier Raum und Worte.
Bücher:
Ein ganz wunderbares Buch wie ich finde: „Ein Kopf voll Gold“ von Saskia Niechzial. Es bietet ein sehr guten Einstieg in das Thema Neurodivergenz, gibt einen groben Überblick über verschiedene Diagnosen und zeigt Unterstützungsmöglichkeiten auf. Was ich so toll finde an diesem Buch, ist, dass es mich in meinen Unsicherheiten abgeholt hat und viel zur Aufklärung beiträgt.

Das Buch von Timo Warnholz „Kinder mit Autismus sicher begleiten“ finde ich als Einstieg und erste wichtige Orientierung hilfreich. Es trägt mit praktischen Beispielen dazu bei, dass man ein Gefühl für die besondere Wahrnehmung autistischer Kinder bekommt. Außerdem werden in diesem Buch Beispiele dafür genannt wie eine echte Unterstützung gelingen kann. Das Buch ist recht dünn und führt gut in das Thema ein.

„How to handle a PANDA“ von Sarah Meiners ist ein Buch über das sogenannte Pathological Demand Avoidance Profil, kurz PDA. Es ist ein Profil im Autismus-Spektrum und in Deutschland noch recht unbekannt. Hier wird sehr einfühlend beschrieben, welche Besonderheiten das PDA-Profil mit sich bringen kann. Das Buch trägt nach meinem Empfinden wunderbar zur Aufklärung und vor allem zum Verständnis bei, was es bedeutet ein Kind im PDA-Profil zu begleiten. Gleichzeitig wird erklärt wie gute Beziehung und Begleitung gelingen kann.

Ein weiteres sehr gutes Buch von Sarah Meiners ist „How to handle PDA – Burnout“. Hier wird auf das autistische Burnout mit allen seinen Ursachen, Symptomen und Unterstützungsmöglichkeiten eingegangen. Ein großes Thema, was hier im Vordergrund steht, ist die ausgesprochen gute Fähigkeit der Kinder zu maskieren. Dadurch fallen sie für Außenstehende lange nicht wirklich auf und die betroffenen Familien müssen häufig sehr lange dafür kämpfen verstanden und ernst genommen zu werden. Schließlich kommt es zu einem Zusammenbruch der betroffenen Kinder. Sie erleben als Folge von Schulabsentismus häufig schwerwiegende Konsequenzen anstelle der Möglichkeit der Erholung.


