
Studentin der Sozialen Arbeit Mutter von zwei autistischen Kindern
selbst im Autismus-Spektrum
Warum Neuroherz?
Neuroherz ist aus dem Wunsch entstanden, Wege abzukürzen.
Ich möchte anderen ersparen, was ich selbst erlebt habe: Verunsicherung, Selbstzweifel und Missverständnisse.
In meiner eigenen Auseinandersetzung mit Autismus habe ich erfahren, wie unübersichtlich Informationen sein können besonders rund um Ansprüche, Unterstützungsangebote und Einordnung. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie viel Unsicherheit und fehlendes Wissen selbst bei Fachpersonen vorhanden ist. Viele Betroffene und Angehörige gehen einen langen, erschöpfenden Weg, bevor sie Verständnis oder passende Unterstützung finden.
Neuroherz möchte hier Orientierung geben, nicht vereinfachend und nicht bewertend. Sondern einordnend und entlastend.
Wofür Neuroherz steht
Neuroherz ist eine Herzensangelegenheit.
Ein Angebot für Menschen, die mehr über Autismus und Neurodivergenz verstehen möchten. Für Eltern, die ihr Kind besser begleiten wollen. Für neurodivergente Menschen, die sich gesehen fühlen möchten.
Hier findest du:
ehrliche Einblicke, verständliche Erklärungen, Verbindung statt Bewertung
Aufklärung kann Verständnis schaffen, Verständnis beginnt mit Zuhören und Verbindung entsteht durch echtes Mitgefühl.
Ein persönlicher Einblick
Am Welt-Autismus-Tag (02.04.2026) ist ein Portrait über unsere Familie im Martinsclub-Magazin erschienen.
Es zeigt einen Teil unseres Alltags und das, was oft unsichtbar bleibt.
Für mich ist dieser Beitrag etwas Besonderes, weil er auf eine andere Weise sichtbar macht, warum Neuroherz entstanden ist.
Hier kannst du das Portrait lesen:
Haltung, Erfahrung und Verantwortung
Ich bin Christine Werk – autistisch, hochsensibel und erst spät erkannt.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, nicht zu passen. Wie es ist, zu versuchen, „normal“ zu sein und dabei Stück für Stück den Kontakt zu sich selbst zu verlieren. Viele meiner Wahrnehmungen, meine sozialen Schwierigkeiten und meine Erschöpfung habe ich lange nicht wirklich verstanden. Bis ich erfuhr, dass ich autistisch bin.
Nicht irgendwie krank oder falsch, sondern einfach anders vernetzt.
Meine Perspektive
Heute lebe ich mit meinem Mann, meinen zwei neurodivergenten Kindern im schulfähigem Alter sowie mit Hund und Katze in einem lebhaften, oft chaotischen Familienalltag. Häufig übermüdet, manchmal am Rand der Belastbarkeit und gleichzeitig getragen von viel Verbundenheit und Liebe.
Neben unserem Alltag studiere ich Soziale Arbeit. Zuvor habe ich Ausbildungen in ganz unterschiedlichen Bereichen abgeschlossen als Augenoptikerin sowie als Kauffrau für Tourismus und Freizeit. Mein Weg war nie geradlinig. Rückblickend ergibt er dennoch Sinn, weil er mir heute erlaubt, Zusammenhänge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Meine Texte und Inhalte entstehen aus der Verbindung von persönlicher Erfahrung, fachlicher Auseinandersetzung, Recherche und Reflexion. Dort, wo Diagnose auf Alltag trifft und einfache Antworten nicht mehr tragen.
Ich arbeite nicht aus einer therapeutischen oder medizinischen Rolle heraus.
Engagement
Ich bin Mitglied im Verband Neurodiversität e.V. (DACH) und stehe dort im Austausch mit Fachpersonen, Eltern und Initiativen, die sich für mehr Verständnis und Sichtbarkeit von Neurodiversität einsetzen.
Verantwortung & Grenzen
Die Privatsphäre meiner Kinder hat für mich oberste Priorität.
Ich teile keine Namen, keine eindeutigen Zuordnungen und keine identifizierenden Details. Persönliche Erfahrungen fließen in meine Arbeit ein, ohne meine Kinder sichtbar zu machen.
Ich biete keine Therapie, keine heilkundliche Behandlung und keine individuelle Beratung im medizinischen oder psychotherapeutischen Sinn an.
Alle Inhalte bei Neuroherz dienen der Information, Einordnung und persönlichen Orientierung.
Wenn du dich hier wiederfindest, bist du herzlich willkommen!
